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Medaillen über Medaillen: EGKF Cup in Heilbronn

Der Raum Heilbronn ist ein Zentrum für Karate und beherbergt auch viele wettkampfbegeisterte Karateka aller Stilrichtungen. Insbesondere finden sich hier auch viele erfolgreiche Goju-Ryu Karateka, für die der EGKF European Championship vom 5. bis 7. September nahezu ein Heimspiel war.

Maximilian Schinke mit SesanBild: Ralf Wolbers
Der Kime Budosport e.V. und das Karate Dojo in Frankenbach sind kurzfristig für die Ukraine als Ausrichter dieser „Europameisterschaft der Stilrichtung Goju-Ryu“ eingesprungen. Erstmals wurde die Meisterschaft für alle Altersklassen von den Schülern bis zur Masterklasse gleichzeitig ausgetragen. Entsprechend groß war auch das deutsche Team bei dieser Meisterschaft im eigenen Land, 57 Karatesportler konnten in das Rennen um die begehrten Titel geschickt werden.

Mit 10 Teilnehmern stellt der Kime Budosport aus Binswangen die meisten Teilnehmer, aus Maulbronn waren 8 Sportler nominiert.
In kürzester Zeit stellten die beiden ausrichtenden Vereine diese dreitägige Veranstaltung, die von Gästen, Offiziellen und Sportlern gelobt wurde und den Rahmen für Wettkampfkarate auf höchstem Niveau bot, auf die Beine.
Die erfolgreichste Sportlerin Katharina Wagner hatte aus Walldürn ebenfalls eine recht kurze Anreise. Sie gewann sowohl im Kumite Einzel als auch mit dem Kumite Team den Titel bei der Jugend. Aber auch den Vize-Titel im Kata Einzel und den Titel im Kata Team zu erkämpfen ist ein weiterer Glanzpunkt im hervorragenden Ergebnis des gesamten deutschen Teams. Dieses Meisterstück gelang sowohl Franziska Kurz in der Leistungsklasse als auch Hannah Kübler bei den Juniorinnen.
Das deutsche Team konnte 18 Goldmedaillen erkämpfen. Zusammen mit weiteren 15 zweiten und 16 dritten Platzen, führten die Gastgeber souverän den Medaillenspiegel vor Tschechien und der Ukraine an.
Freitags gingen die Schüler und die Junioren an den Start. Besonders im Kata Bereich glänzte das deutsche Team. In allen vier Kata Finals waren deutsche Sportler vertreten.
Nach dem beeindruckenden Einmarsch der 15 teilnehmenden Nationen am Abend vor den Finalkämpfen sicherten sich Alica Arpogaus, Justin Biko und Lukas Grimm den Katatitel in ihrer Altersklasse. Alina Krämer ließ bei den Schülern Kumite -40kg die ganze internationale Konkurrenz hinter sich.
Am Samstag standen dann die Athleten der Jugend und der Leistungsklasse auf der Matte. Wiederum brillierten die Goju-Ryu Kata Spezialisten mit drei Finalteilnahmen in den vier Katafinals. Manuel Schwab konnte sich den Titel in der Jugend sichern. Und auch im Kumite konnten gleich drei Titel nach Deutschland geholt werden. Die beiden Walldürnerinnen Katherina Wagner und Rebecca Niggl sowie Felix Peschau standen, begleitet von der Nationalhymne, ganz oben auf dem Podest.
In den Kämpfen der Masterklasse und der Teams am Sonntag zeigte sich dann die Stärke des deutschen Teams besonders deutlich. Sieben Finalbegegnungen in der Masterklasse wurden unter deutscher Beteiligung ausgekämpft; Thorsten Dirks (Ü45) und Josef Birli (Ü55) in Kata sowie Desiree Gode-Elchlepp (Ü30) und Andreas Mulder (Ü45) im Kumite sicherten sich unter tosendem Beifall die Goldmedaille. Und auch die Kata Teams aus Binswangen, Meimsheim und Berlin wurden ihrer Favoritenrolle mit ihren Kata- und Bunkai Darbietungen auf höchstem Niveau gerecht. Sie sicherten sich jeweils hochverdient den Meistertitel. Besonders die Kumite Frauenteams glänzten ebenfalls; die Titel der Schüler, Jugend und Juniorinnen gingen allesamt an die deutschen Damen. Aber auch die Herren Teams konnten mit zweiten und dritten Plätzen überzeugen.
In der Halle herrschte hervorragende Stimmung, bereits in den Vorkämpfen peitschten die Nationen ihre Sportler zu Höchstleistungen. Vor allem die deutschen Sportler wurden zu vielen weiteren Platzierungen getrieben, die hier gar nicht alle erwähnt werden können.

Michael Knobloch

Ergebnisliste / Medaillenspiegel