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Erster Seelzer Kata-Tag: Ein Tag für eine Kata

Am Samstag den 18.November fand der erste Seelzer Kata-Tag statt. Damit wurde eine Idee umgesetzt, die auf einer Fahrt zu einem Lehrgang geboren wurde. Der Kernpunkt der Idee ist es, sich einen Tag lang mit einer Kata, in diesem Fall der Kata Seisan zu beschäftigen. Das Ergebnis einer intensiven, gemeinsamen Vorbereitung präsentierten 9 Trainer des Karate-Club Seelze in 4 Trainingseinheiten.
Die Ausschreibung weckte das Interesse von fast 50 Karateka und so war die Halle gut gefüllt.

Der Lehrgang begann mit einer Trainingseinheit, in der der Ablauf der Kata, so wie er an diesem Tag weiter bearbeitet werden sollte, von Thomas Keese und Torsten Tews gelehrt wurde. Wobei, gelehrt hört sich sehr streng an, er wurde in einer freundschaftlichen und lockeren Atmosphäre geübt, die sich durch alle Trainingseinheiten zog.
Wer die Seisan schon kannte, konnte als Alternative zum Ablauftraining, bei Andreas Christmann die Kata aus Wettkampfsicht beleuchten.
Nach einer kurzen Pause wurde die Kata als Flow-Drill (quasi einer „Dauer-Partnerübung“ über die gesamte Kata) geübt. Diese Einheit, von Barbara Remer und Klaus Mergel geleitet, erforderte ein hohes Maß an Konzentration um dem Ablauf zu folgen. Für viele war das eine neue Form des Kata-Übens.

Training 800px

Nach einer Mittagspause, in der der ausrichtende Karate-Club Seelze seine Gäste mit einer kleinen Stärkung bei Laune hielt, ging es mit der Kata weiter.
In der von Martin Pietsch und Torsten Nickel geleiteten Einheit ging es um Kata Bunkai. Hier wurde der hohe Wert der Techniken für die Selbstverteidigung aufgezeigt.
Den Abschluss bildete die Einheit "Die Kata aus dem Blickwinkel des Kyusho-Jitsu", also die Bewegungen der Kata im Zusammenspiel (das hört sich viel zu lieb an für die Schmerzen, die das hervorrufen kann) mit der Stimulation der Vitalpunkte. Die Kyusho-Jitsu Meister Silvio Korte und Jan Torborg verfeinerten mit Hinweisen auf Zielregionen und Kraftflüsse die Bewegungen des Bunkai der zurückliegenden Trainingseinheit. Man verzeihe mir das Wortspiel, aber sie brachten die Kata auf den Punkt. Autsch!

So endete nach 7 Stunden ein Lehrgang, von dem jeder etwas mitnehmen konnte, der aufzeigte, wo man sich hin entwickeln kann und der gezeigt hat, dass man noch lange nicht am Ende ist.
Nach der erfolgreichen Premiere waren sich alle einig, das dem ersten, ein zweiter Seelzer Kata-Tag im nächsten Jahr folgen wird.

Klaus Mergel

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